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Nepal

Dezember 2013

Nachdem in wegen dem Taifun Yolanda meine Philippinen-Reise beenden musste, flog ich kurzfristig nach Nepal.

Es war mein vierter Besuch in Nepal, so dass ich mit vielen Orten schon vertraut war. Nepal ist eines der ärmsten Länder Asiens. Von den Leuten darf man nicht zu viel erwarten. Natürlich wurde ich am Flughafen, obwohl vereinbart, nicht abgeholt. Das Bewusstsein für die Umwelt ist wenig entwickelt. In den Städten trifft man überall auf Abfall. Es kann durchaus vorkommen, dass man in einem Restaurant das Frühstück isst und gleich daneben Plastiksäcke verbrannt werden. Die Leute verstehen nicht, dass solche Geruchsemmissionen während des Essens störend sein könnten.

Die erste Woche verbrachte ich in Kathmandu, wo es in der Umgebung grossartige Tempelanlagen (Bhaktapur, Swayambhu Tempel, Boudha Tempel) zu bestaunen gab. Alle diese Tempel sind als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

Bhaktapur

Das Städtchen Bhaktapur befindet sich 13 km von Kathmandu entfernt und war bis ins 15. Jahrhundert die Hauptstadt Nepals. Bhaktapur hat das besterhaltene Stadtzentrum Nepals.

Swayambhunath Affen-Tempel

Swayambhunath ist eine alte religiöse Struktur auf einem Hügel im Kathmandu-Tal, westlich der Stadt Kathmandu. Sie wurde zu Beginn des 5. Jahrhunderts n. Chr. gegründet und ist damit eine der ältesten religiösen Stätten Nepals.

Boudhanath

Dieser Stupa-Komplex ist 11 km von Kathmandu entfernt.

Bandipur

Ein Holländer, der im selben Hotel wohnte, machte mich auf ein Dorf zwischen Kathmandu und meinem weiteren Ziel Pokhara aufmerksam, das ich unbedingt besuchen sollte. Also reiste ich nach Bandipur. Es liegt über einem Tal in einer Hügellandschaft. Mir gefiel es dort sehr. Es war verkehrsfrei und auf dem Hauptplatz hatten Restaurants und Cafes ihre Tische aufgestellt. Im besten Hotel im Dorf hielt das Rote Kreuz einen Anlass ab. Die grossen Offroader belegten den ganzen Vorplatz des Hotels. Ein bisschen oberhalb des Dorfes genoss ich wunderschöne Sonnenuntergänge.

Drehte ich den Kopf, konnte ich die geröteten Sechstausender des Annapurna-Massivs bestaunen.

Und hier beim Sonnenaufgang

Ein Mädchen beobachtet das Geschehen auf der Strasse.

Auf einer kleinen Wanderung in der Nähe des Dorfes.

Getrocknete Maiskolben

Eine Tageswanderung mit herrlichen Aussichten führte in ein Dorf, das nur zu Fuss erreichbar war.

Bandipur war bei Westlern als Gleitschirm-Mekka bekannt. Einer der Paraglider war Olivier, ein Franzose, mit dem ich jetzt noch Kontakt habe. Beim Inder links auf dem Bild nahmen wir jeweils das Morgenessen ein. Seine Lieblingsredewendung war „minor case“, was so viel wie „nicht der Rede wert“ bedeutet.

Die Nepalesen sind manchmal schwierig zu verstehen. Obwohl ich meine Kleider frühzeitig zum waschen gegeben habe und bekannt war, wann ich abreisen wollte, warteten sie noch einen Tag ab, bevor sie mit dem Waschen begannen. Natürlich war die Wäsche am Abend vor meinem Abreisetag noch feucht. Also entschied ich mich, die Wäsche mit meinem 1000 Watt Haarfön zu trocknen. Eine Minute, nachdem ich den Föhn angeschaltet hatte, fiel im Hotel der Strom aus. Ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass vom Stromunterbruch das ganze Dorf betroffen war. Ein Hotelangestellter kam sofort mit einer Kerze. Ich erwähnte, dass ich den Föhn benutzt hatte, doch er meinte, dass Stromunterbrüche hier üblich seien. Nach fünf Minuten hatte das Dorf wieder Strom, sodass ich den Föhn ein weiteres Mal einschaltete. Weniger als eine Minute später war das ganze Dorf wiederum dunkel. Mein Föhn verursachte also den Stromunterbruch! Ich verzichtete dann auf das Trocknen der Wäsche und tatsächlich fiel der Strom anschliessend nicht mehr aus.

Pokhara

Als nächstes reiste ich nach Pokhara. Das ist eine grössere Stadt, die idyllisch an einem See gelegen ist. Um die Stadt herum befinden sich Hügel, die man erwandern kann und von denen man eine tolle Weitsicht über die Stadt, den See und das Annapurna-Massiv geniessen kann. Die Hügel sind auch bei Gleitschirmfliegern populär. In Pokhara verbrachte ich die Zeit mit einem Schweizer, der hier jedes Jahr ein paar Monate verbringt.

Sarangkot

Vom 1’000 Meter hoch gelegenen Pokhara wanderte ich in 2.5 Stunden nach Sarangkot, das auf 1’600 Meter liegt. Von hier genoss ich auf einer Seite eine fantastische Aussicht auf Pokhara und den See.

Der Aussichtspunkt ist auch ein Startplatz für Gleitschirmflieger.

Auf der anderen Seite zeigt sich das Bergpanorama des Himalayas.

Der 6’993 Meter hohe Mount Machhapuchhare, auch Fishtail genannt, im Annapurna-Massiv ist der berühmteste Berg und erinnert an das Matterhorn in der Schweiz.

Nachdem eine Schlechtwetterfront angekündigt war, flog ich kurzerhand nach Thailand, wo ich für ein paar Tage zwei Schweizer besuchte, bevor ich nach Malaysien flog.