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Argentinien – Der Nordwesten

November 2017

Ich liebe Wüsten, sei es die Wadi Rum-Wüste in Jordanien, die Atacama-Wüste in Chile, die Negev-Wüste in Israel, die Sonoran-Wüste im Südwesten der USA oder die Wüsten in Marokko. Die Landschaften sind meist spektakulär, die Sonne scheint jeden Tag und wegen der tiefen Luftfeuchtigkeit schwitzt man kaum.

Meine liebste Wüste ist aber jene im Nordwesten Argentiniens um das Dörfchen Cafayate. Denn zu den oben genannten Vorzügen gibt es hier ein tolles Weinanbaugebiet, das die weltweit höchsten Rebberge enthält. Ich war schon 2015 in dieser Gegend und bin viel länger geblieben als ursprünglich geplant.

Daher war es klar, dass ich diese Gegend auch auf dieser Argentinien-Reise besuchen würde. Auch das Dörfchen Purmamarca ist mir mit seiner spektakulären Landschaft in Erinnerung geblieben.

In den Reiseberichten meiner beiden vorherigen Argentinien-Reisen sind viele Beschreibungen enthalten, die ich nicht wiederhole. Es lohnt sich daher, diese noch einmal anzuschauen. Sie können mit den beiden untenstehenden Links geöffnet werden.

Reisebericht Argentinien 2015: Salta, Humauaca, Iruya, Purmamarca, Cafayate, Cachi, Cardones National Park, Ruta 40, San Miguel de Tucuman, Ischigualasto National Park, Talampaya National Park, Laguna Brava, Chilecito, Mendoza

Reisebericht Argentinien 2009: Patagonien (Calafate, Perito Moreno Glacier, El Chalten, Fitz Roy), Bariloche, Peninsula Valdès, Buenos Aires

Siehe auch den Reisebericht von Bariloche, San Martin de los Andes und Villa La Angostura Dez 2017 – Jan 2018

Salta

Ich flog nach meiner Ankunft in Buenos Aires am gleichen Tag nach Salta, da ich Buenos Aires bereits mehrmals besuchte. Für eine Beschreibung zu Salta verweise ich auf den 2015-Reisebericht.

Die Kirche des Franziskaner-Ordens in Salta

Auch dieses Mal durfte ein Besuch im Don Salvador Restaurant nicht fehlen. Es ist sicher eines der besten in der Stadt.

Cafayate

Für das kleine Dörfchen Cafayate habe ich mir zwei Wochen reserviert. Für mich gibt es kaum einen Ort, wo die Kombination von geruhsamen Leben ohne Stress und Verkehr, spektakulären Landschaften, tollen Weinkellereien und gutem Essen dieses Niveau erreicht.

Das Dörfchen Cafayate vom Cerro Santa Teresia aus gesehen

Piatelli Restaurant

Vor zwei Jahren hatte die Weinkellerei Piatelli das beste Restaurant. Schon bald machte ich mich auf zu überprüfen, ob das weiterhin stimmt. Den Geschmack können die untenstehenden Fotos nicht vermitteln. Aber auch dieses Mal war Piatelli top.

Vor zwei Jahren wanderte ich vor allem in der Gegend um die Ruta 68, die von Cafayate Richtung Norden nach Salta führt. Wie der Reisebericht aus dem Jahr 2015 zeigt, sind die roten Gesteinsformationen spektakulär.

Ruta 40 um das Dorf Angastaco

Bei meinem letzten Besuch fuhr ich auf der Ruta 40 von Cachi nach Cafayate, eine der Traumstrassen der Welt. Da ich die Strecke in einem Tag zurück legen musste, blieb bloss Zeit für wenige Schnappschüsse. Auch die in der Nähe liegende Weinkellerei Colomé mit dem höchsten Rebberg weltweit konnte ich das letzte Mal nicht besuchen. Dieses Mal fokussierte ich mich auf die Ruta 40. Die Strecke um das Dorf Angastaco ist die Interessanteste.

Deshalb übernachtete ich mehrere Nächte in diesem kleinen Dorf und erkundete die einmalig schöne Gegend. Ohne weiteren Kommentar lasse ich die Bilder für sich sprechen.

Und hier ein paar Bilder ein wenig abseits der Ruta 40.

Hier sind meine Cafayate-Favoriten. Vom Tannat der Bodega Domingo Molina war ich so angetan, dass ich zwei Flaschen kaufte. Da ich mit Bus und Flugzeug unterwegs bin, konnte ich leider nicht mehr Flaschen erwerben.

Weingut Colomé

Als ich vor zwei Jahren mit dem Auto von Cachi nach Cafayate fuhr, war die Zeit zu knapp, um von der Ruta 40 abzuzweigen und für weitere 40 Minuten auf einer Schotterstrasse zum Weingut Colomé mit dem weltweit höchstgelegenen Rebberg zu fahren. Dieses Mal wollte ich mir diesen Besuch nicht entgehen lassen. Zusammen mit einer Französin mietete ich ein Auto mit Fahrer. Nach einigen Stunden kurvenreicher Fahrt durch fantastische Landschaften erreichten wir rechtzeitig auf das Mittagessen die Bodega auf 2‘300 Meter Höhe. Die Weine waren wie erwartet sehr tanninreich, da die Trauben wegen der starken UV-Strahlung und den kalten Nächten in dieser Höhe eine dicke Haut entwickeln müssen. Ich kaufte ein paar Flaschen, aber der Wein vom höchsten Rebberg auf über 3‘100 Meter, der Altura Máxima, war mir mit ungefähr CHF 150 pro Flasche dann doch zu teuer.

Der Schweizer Besitzer Donald Hess, der sein Geld mit dem Verkauf der Valser-Wasser-Unternehmung gemacht hatte, muss ein spezieller Mann sein, denn er erweiterte und modernisierte in dieser Abgeschiedenheit nicht nur das Weingut, sondern erstellte das weltweit einzige Museum, das sich ausschliesslich dem Amerikanischen Lichtkünstler James Turrell widmet. Es besteht aus neun Raum-Installationen, die zusammen mehr Strom verbrauchen als das ganze Dörfchen Colomé. Kein Wunder, musste ein kleiner Fluss für die Stromerzeugung aus Wasserkraft umgeleitet werden. Zudem wurden einige Generatoren angeschafft.

Purmamarca

Auf meiner letzten Reise war mir das Dörfchen Purmamarca wegen seinen farbigen Landschaften speziell in Erinnerung geblieben. Der Ort befindet sich auf der Strecke von Salta nach San Pedro de Atacama in Chile, wo ich als nächstes hinreiste. Er befindet sich auf 2’324 Meter über Meer. Die andinen Einflüsse waren unverkennbar. In den Restaurants hatte jede Musikgruppe einen Panflöten-Spieler und die nur in Höhenlagen wachsende Pflanze Quinoa war auf jeder Speisekarte zu finden. Auch die Menschen unterschieden sich mit ihren sonnengegerbten Indio-Gesichtern klar von den Menschen in der Stadt Salta.

Vor zwei Jahren blieb ich drei Nächte, so dass ich nur die Gegenden um das Dorf herum erkunden konnte. Nun hatte ich sechs Nächte eingeplant, was mir erlaubte, viel weiter in die verschiedenen Richtungen zu wandern. Wie die Fotos zeigen, ist es eine einzigartige Gegend.

Im Vordergrund das Dörfchen Purmamarca bei Tag …

und bei Nacht

Atemberaubende Landschaften:

Meine nächste Destination ist Chile. Ich werde in neun Wochen von San Pedro de Atacama nach Puerto Varas reisen. Mehr dazu im Chile Reisebericht.