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Jordanien

Mai / Juni 2013

Von den Seychellen kommend, reiste ich weiter nach Jordanien. Es verging auf meiner Reise in Jordanien kein Tag, ohne dass ich „Welcome to Jordan“ und „You are welcome“ hörte.  Das sind in Jordanien nicht einfach Floskeln, denn Fremde sind wirklich willkommen, wie man am Interesse, an der Freundlichkeit und der Grosszügigkeit der Leute ablesen kann.

Ich liebe arabische Städte wie Amman. Es gibt viel zu sehen. Ein Shisha-Laden hat eine grosse Auswahl an Pfeifen anzubieten, andere verkaufen exotisch duftende Gewürze und getrocknete Pflanzen. Es werden Flaschen mit Bildern aus verschiedenfarbigem Sand angepriesen und frische Datteln, wie man sie in Europa nicht erhalten kann und dann die arabischen Süssigkeiten … Zwischendurch hört man melancholische arabische Musik. Der Gebetsruf der Moscheen komplettiert die einzigartige Atmosphäre.

Sitzt man in einer Nebenstrasse in ein Cafe, kommt man schnell mit den Leuten in Kontakt. Am Schluss will der Kellner für den Kaffee kein Geld annehmen. Welcome to Jordan! In Amman war ich am ersten Tag in einem Restaurant, das eigentlich nur von Einheimischen besucht wird. Da kein Tisch frei war, fragte ich einen alleine essenden Mann, ob ich mich zu ihm an den Tisch setzen könne. Keiner der Kellner sprach Englisch und eine Menukarte gab es auch nicht. Ich fragte meinen Tischnachbarn, der englisch sprach, ob er mir etwas typisches bestellen könne. Schon bald kamen die Speisen auf den Tisch und ich realisierte, dass sie für zwei reichen. Er freute sich, mit mir zu speisen und erzählte, dass er soeben vom Scheidungsanwalt komme und nun eine Ablenkung brauche. Als ich bezahlen wollte, winkte er ab und übernahm die Rechnung. You are welcome!

Zudem sind die Jordanier ehrliche Leute, die den Fremden weder anlügen noch übervorteilen, was das Reisen sehr angenehm macht.

In Jordanien wird kaum Alkohol getrunken. Alkoholfreies Bier wird an den Touristenorten angeboten. Andererseits wird in Jordanien recht guter Wein produziert (mit Alkohol) und auch die Biere mit einem der weltweit stärksten Alkoholgehalte werden hier gebraut. Das Petra Bier ist in verschiedenen Stärken bis zu 13% Alkoholgehalt erhältlich.

Trotz ihrer Toleranz und Weltoffenheit sind viele Jordanier in Bezug auf ihren Glauben sehr konservativ. Gemäss der arabischen Tradition und des Islams sind arrangierte Ehen zwischen den Eltern des Brautpaares noch immer üblich. Die Ehe wird aber niemals gegen den Willen der Braut oder des Bräutigams geschlossen. Heutzutage können auch die Töchter und Söhne den Eltern einen Partner vorschlagen.

Einige Frauen sind ganz verschleiert. Die meisten Frauen tragen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch. Während im Westen das Kopftuch als Zeichen der Unterdrückung der Frauen angesehen wird, gehört es in Jordanien ganz einfach zu den Kleidungsstücken, die man anzieht, wenn man das Haus verlässt. Ein Kopftuch kann auch praktisch sein, wie ich das bei einer Frau gesehen habe, die ihr Mobiltelefon zwischen das Kopftuch und das Ohr klemmte und so ihre Hände frei hatte.

Im öffentlichen Raum sind die Frauen züchtig gekleidet. Zu Hause gelten diese Regeln nicht. Deshalb gibt es viele Läden für Frauen, wo man schicke, westliche Mode kaufen kann. Ich habe auch Läden gesehen, die Reizwäsche verkaufen.

Der Krieg in Syrien hinterlässt auch in Jordanien Spuren, wenn auch nur wirtschaftlicher Art. Syrier, die es sich leisten können, wohnen nun in Jordanien, vor allem in Amman. Diese zusätzliche Nachfrage nach Wohnraum erhöht die Preise und Mieten für Wohnungen, so dass auch die Jordanier mehr bezahlen müssen.

Die Rote Kreuz-Organisation, die die Syrienhilfe koordiniert, ist in Amman stationiert. 65 Angestellte organisieren und senden jeden Tag dreissig Lastwagen mit Hilfsgütern, vor allem Lebensmittel, nach Syrien.

Immer wieder tauchen Zelte des United Nations Flüchtlingsprogramms in Jordanien auf, die illegal über die Grenze geschmuggelt wurden und in Jordanien verkauft werden, obwohl sie eigentlich den Flüchtlingen in Syrien zu Gute kommen sollten.

Heutzutage trifft man beim Reisen wenig Amerikaner. In Amman habe ich aber gleich mehrere Amerikaner getroffen, die grosses Interesse an dieser Region zeigen. Einer schreibt einen Report über die politische Situation im Nahen Osten, eine Professorin studiert die Flüchtlingsströme und wieder andere sind als freiwillige Helfer aktiv. Ich werde den Verdacht nicht los, dass hier neben den wissenschaftlichen und humanitären auch handfeste staatliche Interessen im Spiel sind.

Amman

In Amman angekommen, hatte ich ein Problem, denn ich konnte von den Geldautomaten kein Geld beziehen. Ich versuchte es bei verschiedenen Banken, aber die Transaktion wurde jedes Mal abgebrochen. Ich befürchtete, dass meine Karten gesperrt waren, aber nach einem Anruf in die Schweiz wusste ich, dass dies nicht der Fall war. Ich hatte noch ein paar US Dollars dabei, die ich in Dinars wechselte, aber dieses Geld war bald aufgebraucht. Ich erzählte mein Problem dem Bed & Breakfast Besitzer und ohne zu zögern öffnete er sein Portemonnaie und drückte mir 200 Dinar in die Hand, was ungefähr 270 Franken entspricht. You are welcome! Dabei hatte ich ihm noch nichts für die Übernachtungen bezahlt. Schlussendlich fand ich heraus, dass die westliche Bank Standard Chartered in Amman eine Niederlassung mit einem Geldautomaten unterhält. Und tatsächlich funktionierten dort meine Karten. Ich war erleichtert.

Im Shisha Geschäft

Ein traditioneller Kaffeestand

Fünfzig Ocker-Schattierungen

Der Raghadan-Fahnenmast im Hintergrund ist mit einer Höhe von 126,8 Metern der siebthöchste freistehende Fahnenmast der Welt.

Das römische Amphitheather ist noch so gut erhalten, dass es noch heute für Veranstaltungen benutzt wird.

Zitadelle

Der Herkules-Tempel auf der Zitadelle, einem Hügel im Zentrum von Amman.

Das Museum der Zitadelle zeigt diese zwei Exemplare der 15 ‚Ain Ghazal Statuen, die zwischen dem 7. und 8. Jahrtausend vor Christus entstanden sind. Sie sind damit unter den weltweit ältesten Menschen darstellenden Statuen.

Das königliche Automobil-Museum

Eine der Attraktionen in Amman ist das königliche Automobilmuseum, das die private Auto-Sammlung der jordanischen Könige umfasst. Alte Autos der Marken Aston Martin, Bentley, BMW, Buick, Cadillac, Cord, Excalibur, Ferrari, Ford, Lamborghini, Lincoln, Lotus, Mercedes Benz, Packard, Panther, Porsche, Range Rover, Rolls Royce und Zimmer sind zu bestaunen. Zum Zeitpunkt der Anschaffung waren sie die besten und schönsten Autos der Welt. Was diese Sammlung aber einzigartig macht, ist der historische Kontext dieser Autos. Fast alle wurden an Staatsanlässen, wichtigen Besuchen oder zu Beerdigungen von Persönlichkeiten eingesetzt oder hatten bedeutende Vorbesitzer. Teils sind die Wagen auch Geschenke von anderen Monarchen.

Wadi Rum

Der Bed & Breakfast Besitzer, Guido, ist ein Mann mit vielseitigen Interessen. Er ist unter anderem Mitorganisator des Vollmond-Marathons in Wadi Rum. Wadi Rum ist eine der Hauptattraktionen in Jordanien. Es ist eine Wüstengegend mit eigentümlichen Felsformationen aus Sandstein und Granit. Da Guido noch Freiwillige benötigte, sagte ich spontan zu. So half ich am Vortag bei den Vorbereitungen und am Tag des Laufes bei der Registrierung der Teilnehmer und war dann in der Wüste in der Vollmond-Nacht am Wasser verteilen und stellte an der Verzweigung des Marathons und des 21 km-Laufes sicher, dass die Läufer die richtige Richtung einschlugen.

Ein Beduine in der Wüste leihte mir sein Kopftuch

Der Gewinner des Marathons benötigte mehr als eine Stunde länger als üblich, da das Laufen im Sand viel anstrengender ist als auf der Strasse.

Am nächsten Tag brachte mich ein Kollege von Guido in ein Wüstencamp, das er schon kannte und das preiswerte Wüstentouren anbot. Nach einer Nacht realisierte ich, dass dieses Camp nicht das Richtige für mich war. Einerseits war die Duschanlage ausser Betrieb – was nicht akzeptabel war, da ich weitere vier Tage in der Wüste bleiben wollte -, andererseits bot dieses Camp Standard-Jeep-Safaris für Gruppen an. Ich wollte aber eine individuelle Tour. Deswegen musste ich am anderen Morgen kurzfristig ein anderes Beduinen-Camp finden, das meine Wünsche erfüllen konnte. Wie die Fotos zeigen, ist mir das gelungen. Drei Tage war ich mit meinem Führer zusammen, einem jungen Beduinen, der in der Wüste aufgewachsen war und jede Ecke kannte. Ich war oft zu Fuss unterwegs. Auf diese Weise sieht man am meisten und kann sich Zeit für die kleinen Dinge nehmen. Alles in allem war ich schlussendlich sechs Tage in der Wüste. Die Wüste und die Beduinen-Männer – Beduinen-Frauen sieht man nicht, denn sie sind im Haus tätig – ziehen junge Frauen an, die längere Zeit in einem Wüstencamp leben. Im ersten Camp traf ich auf eine koreanische Künstlerin aus wohlhabender Familie, die nun in New York lebt und sich im Rahmen ihrer künstlerischen Arbeit unter anderem nackt in einer Schweinezucht inmitten von Schweinen fotografieren liess. Im zweiten Camp lebte eine Französin, die an einem Buch schrieb. Alles in allem war der Aufenthalt in dieser Wüste ein eindrückliches Erlebnis.

In der Nähe des Marathon-Startes

Sonnenuntergangsstimmung

Ein traditionelles Abendessen: Das Gestell wird in einem Erdloch mit heissen Steinen gegart.

Ein Einheimischer schüttet den Deckel über dem Erdloch zu.

Wüstensand

In der Nähe des ersten Camps.

Dieses arabische Frühstück in der Wüste schmeckte köstlich.

Felsformationen

Hier entspringt die Lawrence Quelle

Sicht von einer Sanddüne

Petroglyphen

Mein Fahrer beim Kochen

Im Burrah Canyon der Wadi Rum Wüste

Der Pilz-Felsen, der durch Erosion entstanden ist

Mein Fahrer und unser 4×4 Jeep

Sogar in der Wüste gibt es Ziegenherden

Die Um Frouth Brücke

Ein Beduine bringt Tee

Sonnenuntergang in der Wadi Rum Wüste

Bei der Burdah Brücke

Mein Fahrer geniesst die Aussicht

Am letzten Abend genossen wir nochmals ein traditionelles Mahl.

Petra

Die Tempelstadt Petra war der Hauptgrund meiner Reise nach Jordanien. Die Stadt wurde ca. 300 vor Christus von den Nabataeanern am Knotenpunkt wichtiger Karawanenrouten gegründet. Sie verfügte über ein ausgeklügeltes Wassersystem und war dank ihrer Lage am Rande einer tiefen Schlucht gut zu verteidigen. 106 n. Chr. kam die Stadt unter römische Herrschaft. Die Römer bauten die Stadt aus und verbesserten die Transportwege. Ein weiteres Jahrhundert später wurden die Seewege wichtiger und die Stadt verlor an wirtschaftlicher Bedeutung, konnte aber seine Stellung als religiöses Zentrum bewahren. Ein Erdbeben im Jahr 363 n. Chr. zerstörte viele Gebäude und die Wasserkanäle, so dass die Stadt aufgegeben wurde. Und wer hat die Stadt 1812 wieder entdeckt? Ein Schweizer natürlich. Johann Ludwig Burckhardt studierte Arabisch und den Koran und reiste als Muslim verkleidet unter dem Namen Sheikh Ibrahim Ibn Abdallah durch den Mittleren Osten.

Siq Schlucht

Der Besucher erreicht die Tempelstadt über eine 1.2 Kilometer lange und nur wenige Meter enge Schlucht, Siq genannt.

Die 1.2 Kilometer lange und nur wenige Meter enge Schlucht, die Siq genannt wird.

Plötzlich endet die Schlucht und das Wahrzeichen von Petra, der Tempel mit dem englischen Namen ‚Treasury‘ steht in voller Pracht vor dem Besucher. Ein eindrückliches Erlebnis! Der Tempel wurde durch den Indiana Jones-Film „Jäger des verlorenen Schatzes“ weltbekannt.

Treasury Tempel

Der Treasury Tempel am Ende der Schlucht

Die Stadt erstreckt sich über mehrere Kilometer und umfasst Täler und steile Hügel, auf denen weitere Tempel gebaut wurden. Zudem sind unzählige Gräber zu bestaunen. Die meisten Besucher Petras kommen als Teil einer Tour und sehen in ein paar Stunden die einfach zugänglichen Objekte. Ich kaufte einen Drei-Tages-Pass und ging morgens schon früh los, um vor den Massen die Atmosphäre dieses einzigartigen Ortes zu geniessen. Mein Lieblingsort war ein Felsen, von dem man auf den Treasury Tempel hinunter schauen konnte. Da man zu diesem Ort fast eine Stunde in der Hitze wandern musste, war ich teils alleine, teils genossen noch zwei, drei andere Leute diese einzigartige Aussicht. Eine dieser Personen war eine Amerikanerin, die vor den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Welt einen Tanz mit ihrem Hula-Hop-Ring absolviert und sich dabei fotografieren lässt. Ich darf behaupten, einer der wenigen Besucher zu sein, der wirklich alle Sehenswürdigkeiten Petra’s gesehen hat.

Zu diesem Ort über dem Treasury Tempel wanderte ich über eine Stunde.

Teils wies das Gestein interessante Farbmuster auf.

Das Bodenmosaik in der byzantinischen Kirche von Petra

Zwei Geschichten über die Beduinen in Wadi Rum und Petra möchte ich noch erzählen. Die Beduinen sind stolze und gastfreundliche Menschen. Doch korrumpiert durch die Massen der Touristen in Wadi Rum und Petra haben sie gelernt, dass sie mit Mitleid mehr Geschäfte machen können. So sind die Beduinen in Petra mit zerrissenen Schuhen und verschlissenen Jeans unterwegs, obwohl sie für ihre Transportdienste überrissene Preise verlangen und dabei für jordanische Verhältnisse sehr viel verdienen. Es gibt Verkaufsstände mit alten, ärmlich gekleideten Mütterchen, bei denen man aus Mitleid doch etwas kaufen muss. Wenn die Gruppentouristen abends abgereist sind, werden diese Mütterchen mit einem grossen, neuen Geländewagen vom Clan eingesammelt. Mit meinem Beduinenführer in Wadi Rum besuchte ich eine arme Beduinenfamilie mit Kleinkindern, die in ein paar alten Zelten von ihren Ziegen lebt. Beiläufig erwähnte mein Führer, dass dies seine Eltern seien. Was mein Führer aber nicht wusste war, dass ich schon bei seinem Bruder im Dorf zu Hause war. Da ich auf die Toilette musste, konnte ich mir das Haus ansehen. Es war sehr stilvoll eingerichtet, mit Flachbildfernseher, Computer mit Internet, neuen Möbeln und grossen, handgeknüpften Teppichen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sein Bruder so schön wohnt und seine Eltern in der Wüste in Armut leben. Mein Führer wollte halt mit armen Eltern Mitleid erwecken, damit das Trinkgeld am Schluss umso grosszügiger ausfällt.

Jerash

Die ehemalige römische Stadt Gerasa beeindruckte mich sehr. Sie ist Jordaniens grösste und interessanteste römische Stätte. Die seit über 6’000 Jahren bewohnte Gegend kam im Jahre 63 v. Chr. unter römische Herrschaft und wurde in den darauf folgenden Jahrhunderten zur pompösen römischen Provinzstadt ausgebaut. Im 15’000 Zuschauern fassenden Hippodrom fanden Wagenrennen statt. Das Forum, der Hauptplatz der Stadt, war 90 Meter lang und 80 Meter breit und von 56 Säulen umgeben. Eine 800 Meter lange Säulenstrasse verband das Forum mit dem Tempel von Artemis. Unweit vom Forum befand sich der Zeustempel. Diverse Prunkbögen und Theater mit eindrucksvoller Akustik sowie Bäder und Brunnen bereicherten die Stadt. 739 n. Chr. von einem Erdbeben zerstört und Jahrhunderte lang unter dem Sand begraben, wurden die Ruinen der Stadt erst 1806 von einem deutschen Forscher wieder entdeckt und seit rund 70 Jahren ausgegraben und restauriert.

Unterdessen stehen die Säulen wieder.

Die archäologischen Ausgrabungen gehen weiter. Hier ein an den Ausgrabungen Beteiligter in seinem Zelt auf dem Ausgrabungsgelände.

Taufort Jesu

Neun Kilometer vom Toten Meer entfernt befindet sich der Ort, wo Jesus von Johannes getauft wurde. Es ist neben Jerusalem und Bethlehem der heiligste Ort des Christentums. Ab dem 4. Jahrhundert wurden daher in der Nähe Kirchen gebaut.

Die verschiedenen christlichen Religionen bauten in der Nähe des Taufortes ihre Kirchen.

Der Taufort

Der Fluss Jordan ist heutzutage ein kleiner Fluss, der die Grenze zwischen Jordanien und Israel bildet. Dieses Bild zeigt die gegenüberliegende, israelische Seite.

Totes Meer

Am Schluss meiner Jordanienreise besuchte ich das Tote Meer. Hier befindet sich der tiefste Land-Punkt der Erde, 420 Meter unter Meereshöhe. Die Luft hat 15% mehr Sauerstoff als auf Meereshöhe und die UV-Strahlen der Sonne sind durch die Filterung in der zusätzlichen Atmosphäre reduziert.

Der See hat eine sehr hohe Salzkonzentration von 33.7%, so dass die Badenden sich ohne sich zu bewegen auf der Seeoberfläche treiben lassen können. All diese Eigenschaften lindern gewisse Krankheiten. Schon die Römer waren sich der gesundheitlichen Eigenschaften dieser Gegend bewusst. Der Name leitet sich davon ab, dass das Wasser kaum Leben enthält. Der Fluss Jordan ist der einzige Zufluss ins Tote Meer. Einen Abfluss gibt es nicht. Das Wasser verdunstet. Trotzdem ist der Seespiegel in den letzten 43 Jahren um 28 Meter gesunken, vor allem, weil die Israelis dem Jordan Fluss Wasser zur Bewässerung ihrer Felder entnehmen. In der Folge sinkt auch der Grundwasserspiegel in der Gegend laufend.

Ich wohnte im Kempinski Hotel Ishtar Dead Sea, das ich sehr empfehlen kann.

Nach ein paar Wochen in Israel kehrte ich gegen Ende Juni in die Schweiz zurück.