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Argentinien – Mendoza und Buenos Aires

Dezember 2014

Mendoza

Von Santiago de Chile fuhr ich mit dem Bus durch eine beeindruckende Berglandschaft nach Mendoza, dem Hauptweingebiet Argentiniens. Hier traf ich einen Schweizer Kollegen, mit dem ich die folgenden sechs Wochen zusammen reiste. Wir hatten gehört, dass wegen der Wirtschaftskrise die Kriminalität in Argentinien hoch ist und man daher besonders vorsichtig sein sollte. Umso überraschter waren wir, dass wir auf überaus freundliche Leute mit einem um einiges höheren Lebensstandard als in Chile trafen. Nur ein Schwarzmarkt für US Dollar, wo man rund 50% mehr erhielt als der offizielle Kurs, erinnerte an die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes. Die Steaks und der ideal dazu passende Malbec Wein sind ein Höhepunkt jeder Argentinien-Reise. Wir besuchten einige Spitzenweingüter, deren frühere Besitzer den Mut hatten, auf höheren Lagen Reben anzupflanzen und die nun zu den Besten des Landes gehören. Wie in anderen Weingegenden findet man ab und zu Weingüter, deren Architektur ebenso oder sogar interessanter ist als deren Wein. Die Stadt Mendoza hat einen grosszügigen Park mit einem kleinem See und Wald, wo man stundenlang flanieren kann.

Auf einer Mendoza Wein-Tour

Buenos Aires

Die 15-stündige Busfahrt nach Buenos Aires wollten wir uns ersparen, so dass wir flogen. Für einen ausführlichen Bericht über Buenos Aires mit vielen Fotos verweise ich auf meinen Reisebericht aus dem Jahre 2009. Spätestens in Buenos Aires wurde klar, dass von Krise in Argentinien keine Rede sein kann. Die Restaurants und Läden waren voll. Die Leute genossen das Leben. Buenos Aires ist wie eh und jeh eine der schönsten Städte Südamerikas und wird zu Recht mit den breiten Boulevards, den reich verzierten Häusern und dem weissen Obelisken „Paris Südamerika‘s“ genannt. Da mein Kollege das erste Mal in Buenos Aires war, besuchten wir all die touristischen Attraktionen wie den Hafen Puerto Madera, das Teatro Colon, die Quartiere Soho und San Telmo, Kunstmuseen und den Recoleta Friedhof, wo Eva Perón begraben ist. Weltbekannt wurde sie durch das von ihr handelnde Musical „Evita“. Eine Schauspielerin und First Lady Argentinien‘s, starb sie mit 33 an Krebs. Ein interessanter Tagesausflug führte uns in das Mündungsgebiet des Rio Plata, das von unzähligen Kanälen durchzogen ist. Zudem haben wir einen ehemaligen Swiss Re-Arbeitskollegen getroffen, der nach Uruguay ausgewandert ist, aber regelmässig in Buenos Aires weilt.

Puero Madera

Puerto Madera war einst eine verruchte Hafengegend. In den 1990er-Jahren wurde der alte Hafen in eine schicke Gegend mit vielen Restaurants, Hotels, eleganten Häusern, Geschäftsräumen, Lofts und einer privaten Universität transformiert.

Besonders berühmt ist die die Fussgängerbrücke Puente de la Mujer (Frauen-Brücke) des Spanischen Architekten Santiago Calatrava.

Teatro Colon

Das Teatro Colon ist das Haupt-Opernhaus in Buenos Aires und ist akustisch eines der besten weltweit. Der jetzige Bau stammt aus dem Jahr 1908.

Recoleta Friedhof

Der Recoleta Friedhof mit dem Grab von Evita Perón, der ehemaligen First Lady von Argentinien

Malba Museum

Das Museum Malba (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires) entstand aus der Sammlung des argentinischen Geschäftsmannes Eduardo Costantini und ist auf zeitgenössische Lateinamerikanische Kunst spezialisiert.

El Tigre

El Tigre wird das Mündungsgebiet des Rio Plata-Flusses genannt.

Da in grossen Teilen Südamerikas bald die Regenzeit einsetzte, flogen wir nach Panama.