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Malaysien

Januar 2014

Kuala Lumpur

In Malaysien reiste ich mit einem Bekannten. Wir trafen uns auf Silvester in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysiens. Wenige Stunden vor der Jahreswende war die Stimmung ausgelassen. Viele junge Männer machten sich einen Spass daraus, die Leute mit einem Schaumspray zu besprühen. Als Ausländer waren wir ein besonders beliebtes Ziel.

Am nächsten Tag besuchten wir die Petronas Towers, das Wahrzeichen von Kuala Lumpur. Abends waren die Türme mit der Beleuchtung noch eindrucksvoller.

Die Petronas Towers

Eine Decke im Museum für Islamische Kunst

Malakka

Ich unternahm am folgenden Tag einen Tagesausflug nach Malakka, während mein Reisepartner sich mit IPhone-Problemen herumschlug. Malakka, ein UNESCO World Heritage site, war einst eine bedeutende Handelsstadt. Waren aus China, Indien, Borneo, Sumatra, Indonesien und natürlich vom Malaysischen Hinterland wurden hier gehandelt.

Kota Kinabalu

Die nächste Destination war Kota Kinabalu auf Borneo, wo es in der Nähe eine Orang-Utan-Aufzuchtstation gibt.

Mount Kinabalu

Als nächstes stand die Besteigung des Mount Kinabalu auf dem Programm, den mit 4’095 Metern höchsten Berg Südostasiens. Der Aufstieg startet bei 1’800 Metern. Fast alle Leute steigen am ersten Tag auf 3’300 Meter auf und übernachten dort. Am nächsten Tag erreichen sie den Gipfel und steigen dann wieder ab. Wir zwei Sportskanonen entschieden, das ganze in einer Tagestour zu machen. Wir standen pünktlich zur Öffnung des Parkes um 7:30 vor dem Hauptquartier des Nationalparkes, wo uns ein Führer zugeteilt wurde. Wir machten uns in zügigem Tempo auf den Weg, denn wir hatten einen langen Tag vor uns. Bereits um 10 Uhr erreichten wir die Hütte auf 3’300 Meter. Unser Führer riet uns vom weiteren Aufstieg ab, da angeblich weiter oben das Wetter schlecht sei. Natürlich war das bloss ein Vorwand, um sich weitere Strapazen zu ersparen. Für uns stand ein Abbruch nicht zur Diskussion, so dass der Führer wohl oder übel mitkommen musste. Kurz vor Mittag erreichten wir den Gipfel.

Verwunschene Landschaften beim Aufstieg

Auf dem Gipfel des Mount Kinabalu auf 4’095 m.ü.M., dem höchsten Berg Südostasiens. Leider war er nebelverhangen.

Aber wenige Minuten, nachdem wir unseren Abstieg begonnen hatten, rissen die Wolken auf und wir konnten eine überwältigende Aussicht über Borneo bis hin zum Meer geniessen.

Sicht vom Mount Kinabalu, dem mit 4’095 Metern höchsten Berg Südostasiens

Die Bäume waren wegen dem vielen Nebel mit Moos bewachsen.

Kurz vor dem Eindunkeln erreichten wir das Park-Hauptquartier. Unser junger Führer meinte, er sei überrascht, dass alte Leute noch so fit sein können. Uups. Alt? 😉 Nun galt es noch, im Mietauto zwei Stunden mitten in einem tropischen Regen nach Kota Kinabalu zurückzufahren. Wir sahen kaum zwei Meter weit und die Scheibenwischer waren am Limit. Schlussendlich erreichten wir müde, aber zufrieden, unser Hotel.

Als nächstes fuhren wir mit dem Bus nach Brunei. Der Reisebericht über dieses Land findet sich hier.

Gorgetown, Penang

Von Brunei flogen wir zurück nach Kuala Lumpur und anschliessend auf dem Landweg nach Georgetown auf der Insel Penang. Penang ist eine dem malaysischen Festland vorgelagerte Insel in der Strasse von Malakka. Ihre strategische Lage machte die Insel schon früh zum einem wichtigen Handelsplatz. Die historische, chinesisch geprägte Altstadt zeugt noch davon. Die diversen Familien-Klans stellten ihren Reichtum mittels prächtiger Bauten zur Schau. Zugleich dienten diese Gebäulichkeiten chinesischen Neuankömmlingen der Familie als erste Anlaufstelle. Der Einfluss einiger Klans reichte bis nach Singapur, wo Mitglieder noch heute bestehende Banken und Handelshäuser gründeten. Unterdessen sind in der Altstadt auch Boutique-Hotels und hippe Restaurants zu finden, doch die ursprüngliche Atmosphäre ist dank der gut erhaltenen Bausubstanz immer noch vorhanden. Auch ein Little India hat sich über ein paar Strassenzüge ausgebreitet. Klar, dass ich mich dort mit den heissgeliebten indischen Süssigkeiten eindeckte.

Der Khoo Kongsi Tempel in der Altstadt von Georgetown ist der grösste und schönste Klan-Tempel in Malayisen.

In der Altstadt von Georgetown

Vorbereitungen für ein traditionelles Theater

… und das Resultat der Vorbereitungen

Anschliessend flogen wir nach Langkawi, eine Insel nahe der thailändischen Grenze. Ich hatte schon viel positives über diese Insel gehört. Die Strände im touristischen Süden waren dann aber nicht so toll. Die schönsten Strände fanden wir im Norden, die mit einer Ausnahme nur über fast leere Luxusresorts zugänglich waren.

Alles in allem war Malaysien keine Traumdestination, zu der man immer wieder zurück kehrt.  Entsprechend liegen die Besuchszahlen westlicher Touristen weit hinter jener Thailands. Malaysien ist ein modernes Land, das im Zuge der Modernisierung seine asiatischen Wurzeln grösstenteils verloren hat.

Von Langkawi reisten wir mit einem Schnellboot nach Koh Lipe in Thailand.