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Pier Restaurant – V & A Waterfront, Kapstadt

April 2024

Auf der Durchreise nach Namibia machte ich im April 2024 zwei Wochen Halt in der Kap-Gegend. Das ‚Pier‘ soll eines der besten Fine Dining Restaurants in Kapstadt sein, was für mich ein guter Grund für einen Besuch war. Das Restaurant gehört zur La Colombe-Gruppe, deren Flagschiff-Restaurant ‚La Colombe‘ ich im Jahr 2017 besuchte. Da das Restaurant bekannt ist, ist frühes Reservieren ratsam.

Das Restaurant befindet sich im Obergeschoss des Pierhead Gebäudes in der V&A Waterfront, über dem Waterside Restaurant, das ebenfalls zur La Colombe-Gruppe gehört. Wegen der erhöhten Lage bietet es eine Aussicht auf den Hafen.

Meine Reisepartnerin und ich entschieden uns für das Chefs Menu (auf der linken Seite der Karte) mit dem Classic Pairing (auf der rechten Seite). Da ich diese Webseite mehr als ein Jahr nach dem Besuch schreibe und keine Notizen machte, weiss ich die Details des Essens leider nicht mehr.

Unser erster Gang

Auf den Cornets befinden sich Lachseier, Meerrettich und Dill. Eine kreative Präsentation!

Die Toasts sind mit Schwarzwälder Schinken, Kürbis und Ziegenkäse belegt.

Austern, Apfel, Schaum

Am Tisch wurde eine cremige Velouté Sauce für die Austern zubereitet.

Diese wurde in die Austernschale gegeben und mit Apfelstücken und einem Schaum garniert.

Mit dem ausgezeichneten Sauerteigbrot werden weitere Gerichte gereicht, die Tintenfisch, Peri-Peri (eine kleine scharfe Chili-Schote), Knochenmark, geräucherte Muschel, Chorizo, geröstete Hefe, Sauerrahmbutter enthalten.

Der nächste Gang bestand aus nur leicht angebratenen Szechuan-Thunfischstücken, Tamarindgewürz, Ponzu (eine japanische Würzsauce auf Basis von Zitrusfrüchten und Sojasauce) und  Basilikum.

Anschliessend erhielten wir diese Schale mit Flusskrebsen, Schweinefleisch, gewürzter Kokosnuss und Kimchi.

Dann Jakobsmuschel mit Erbsen, Speck und Dashi (ein japanischer Fischsud).

Um für Bewegung zu sorgen, wurden wir an eine Theke gebeten, wo wir der Zubereitung des nächsten Ganges zuschauen konnten. Eine Kalamansi (eine Zitrusfrucht) wurde mit eiskaltem Stickstoff pochiert.

Diese kreative Überraschung kühlte zuerst die Zunge, schmolz aber schnell und endete mit einem intensiven Zitrusgeschmack. Wunderbar!

Uns wurde ab dem Käsewagen ausschliesslich südafrikanischer Käse angeboten, der ausgezeichnet schmeckte.

Zum Dessert erhielten wir einen XO Brandy des Tokara Weinguts in Stellenbosch, das ich später besuchte.

Die Friandise bestanden aus Pralinen mit den Geschmäckern Himbeere, Rose, Hibiskus und Litschi, die auf Meeressalz gereicht wurden. Ein paar Körner Salz blieben an den Pralinen haften und sorgten für einen interessanten Kontrast von süss uns salzig.

Wir waren restlos zufrieden mit unserem Besuch im ‚Pier‘. Für rund CHF 200 (EUR 205, USD 220) kamen wir in den Genuss einer starken kulinarischen Leistung. Auch die Weine waren ausgezeichnet und passten zu den Gängen.